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Rosenmontag 2026

Mit einem farbenfrohen Wagen, der am Freitag zuvor in Rekordzeit beladen wurde (nach Aussage erfahrener Wagenbelader), und einer frühen Startnummer waren schon mal gute Grundlagen für eine erneut schöne Teilnahme am Rosenmontagszug gegeben.

Ein wenig getrübt wurde die Vorfreude durch die TÜV-Begrenzung der Mitfahrenden auf dem Große-Wagen und ebenso, dass es in diesem Jahr keinen „Kinderwagen“ gab. Nicht zuletzt verhießen die Wetteraussichten für diesen Rosenmontag nichts Gutes. In weiser Voraussicht hatte unser Wagenkommandant Christian „Chricki“ Andree Regencapes besorgt – aber dazu später mehr.

Umso schöner war es, dass bei der Zugaufstellung die Sonne über Düsseldorf lachte und man sich fragte, ob man nicht doch die Sonnenbrille hätte einstecken sollen.

Auf dem Wagen sorgte unser Freund Andre Segin mit seinem feudalen Catering dafür, dass wir uns für den Zug mehr als ausreichend stärken konnten. Es gab darüber hinaus für jeden eine eingelegte Birne im Einmachglas, so dass auch für eine ausreichende Vitaminzufuhr gesorgt war. Für die Verpflegung gilt Andre ein herzlicher Dank!

Mit der frühen Startnummer waren wir in Sichtweite zum Wagen des Zugleiters Dieter Müller und konnten gut mitverfolgen, dass sich der Zoch relativ pünktlich in Bewegung setzte.

Leider überlies die Sonne den Wolken den Himmel. Es zog sich immer weiter zu und wir mussten uns die Regencapes kurz vor der Kö überziehen, da hier der erste kräftige Schauer über uns, den Zoch und die Jecken am Straßenrand niederging. Gut, dass unser Wagenbauteam den Wagen als buntes Dampfschiff konstruiert hatte. Die gute Stimmung ließ sich durch den Schauer nicht trüben – weder auf dem Wagen noch am Straßenrand.

Weiter ging es über die volle Kö, vorbei an der CC-Bühne und am Steigenberger, bevor der Zoch vor der sich noch im Betrieb befindlichen Oper ins Stocken geriet und in dieser Zeit der nächste starke Schauer über uns hinweg zog. Einige Zuschauer flüchteten unter das Abdach der Oper, aber die meisten blieben tapfer am Wegesrand stehen und jubelten uns weiter zu.

Es tröpfelte noch leicht, als wir in Richtung Burgplatz fuhren. Dennoch entschied unser Präsident Oliver Raths richtigerweise, die Regencapes abzulegen, um auf dem Rathausplatz ein schöneres Bild – auch für die Fernsehkameras – abzugeben. Als hätte er ein eingebautes Barometer war es dann auch so, dass wir, ohne einen Regentropfen abzubekommen, über den Rathausplatz fuhren. Die dortigen Tribünen waren voll und die Stimmung stieg bei allen – bei der Wagenbesatzung als auch bei den Zuschauern – noch einmal an.

Weiter ging es am Uerige vorbei, wo man schon fast traditionell die Toten Hosen mit Kamelle begrüßen konnte, und der Lindwurm erreichte den Carlsplatz.

Unser Mitglied Christian Dauser sorgte im Vorfeld dafür, dass Mitglieder und Freundeskreis jeweils mit Begleitung von reservierten Tischen aus den Zoch mit guter Aussicht und bester Verpflegung verfolgen konnten. So wurde es für den Moment des Vorüberziehens des Große-Wagens zu einem „Heimspiel“ auf dem Carlsplatz mit einer entsprechenden Kamelle-Breitseite vom Wagen aus.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Christian für diesen Treffpunkt für die Große. Nicht weniger wichtig an dieser Stelle: Ein herzliches Dankeschön an die Mitglieder und Freunde, die im Vorfeld freiwillig (!) auf einen Platz auf dem Rosenmontagswagen zugunsten der Mitfahrenden verzichtet haben.

Der Zoch setzte sich fort und kam über die mit Menschen volle Hohe Straße, was sicherlich durch die stimmungsvolle Kommentierung des Zuges durch einen stadtbekannten Bäcker und dessen Familie begründet ist, ehe wir das zweite Mal über die Kö kamen. Hier gab es dann noch eine Kamelle-Breitseite für den dort aufgebauten Toilettenwagen.

Kurz noch vorbei an der LVR-Tribüne, von der aus Menschen mit Behinderung barrierefrei den Rosenmontagszug erleben können, ging es auch schon auf die Zielgerade bis zur Zugauflösung.

Nachdem die Wagenbesatzung den Wagen verlassen hatte und sich in Richtung Dauser´s op´m Carlsplatz begab, fuhr eine kleine Abordnung mit dem Wagen zurück zur Wagenbauhalle. Dort wurde der Wagen „draußen“ geparkt, da er diesmal abgerissen wurde. Genau in dem Zeitraum, in dem der Wagen entladen wurde, machte der Himmel noch mal so richtig seine Pforten auf und es erging noch einmal ein kräftiger Schauer inklusive Hagel über uns. Gut, dass unser Wagen zu diesem Zeitpunkt schon durch den Zug durch war.

Auch die kleine Abordnung begab sich nach dem Abladen zum Carlsplatz und so war es eine herrliche Zusammenkunft der Großen bei Dauser´s als gemeinsamer Abschluss des Rosenmontagszuges, bevor es in verschiedene Richtungen ging. Der Großteil der Anwesenden feierte noch im Brauhaus Zum Schlüssel weiter.

Hoffen wir mal, dass mit dem TÜV-gerechten Umbau des Rosenmontagswagens nächstes Jahr hoffentlich wieder mehr oder sogar alle (Freundeskreis-) Mitglieder und Familienangehörigen auf dem oder den Wagen der Großen im Rosenmontagszug mitfahren können.

Der Rosenmontagszug sollte in unserer familiären Gemeinschaft für alle gemeinsam erlebbar sein und bleiben.

Marc-Andre Terveer

GROßE Karnevalsgesellschaft 1890 Düsseldorf e.V.

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