IE Warning
YOUR BROWSER IS OUT OF DATE!

This website uses the latest web technologies so it requires an up-to-date, fast browser!
Please try Firefox or Chrome!
Back to top
 
 
 


Kurzchronik


Es ist wirklich ein bemerkenswertes karnevalistisches Jubiläum, das die „Große“ im Jahr 2011 feiern konnte. 11 x 11 Jahre, seitdem karnevalbegeisterte Männer im Kaffeerestaurant Coenenberg an der Bolkerstraße im Jahre 1890 die Karnevalsgesellschaft „Kaffepöttche“ gründeten. Bereits acht Jahre später, 1898, änderte man den Vereinsnamen und nannte sich „Große Karnevalsgesellschaft 1890 Düsseldorf e.V.“

 

Es war der Beginn einer großen Erfolgsstory. Schon kurz vor der Jahrhundertwende konnte man die Sitzungen und Bälle in den Kaisersaal der Tonhalle verlegen.

gründungsmitglieder

Die Gründungsmitglieder der „Große“

 

Im neuen Jahrhundert nahm die „Große“ unter ihrem überragenden Präsidenten Peter Enners einen gewaltigen Aufschwung. Die besten Redner und bekanntesten Orchester traten in der Tonhalle bei der „Große“ auf. Ihre Sitzungen und Bälle waren die Glanzpunkte im Düsseldorfer Karneval.

 

Der Erste Weltkrieg setzte natürlich allen närrischen Veranstaltungen ein jähes Ende. Einen schönen Text über die Neuentwicklung des Düsseldorfer Karnevals
in den Nachkriegsjahren von 1919 bis 1934 finden sie hier als PDF eingestellt.
Nach Kriegsende veranstaltete man unter dem Pseudonym „Gesellschaft Düsselfreunde“ am Karnevalssonntag 1920 in der Tonhalle einen großen Ball. Weitere Veranstaltungen wurden verboten.

 

1922 wurde Eduard Czwoydzinski zum Präsidenten ernannt. Bereits Rosenmontag 1923 hielt die „Große“ unter seiner Pritschenführung eine kleine Sitzung ab.

 

grosse-karnevalssitzung-tonhalle-1900

Karnevalssitzung der Große in Tonhalle im Jahr1900

 

Die erste offizielle Nachkriegssitzung veranstaltete die Gesellschaft unter dem Präsidenten Eduard Czwoydzinski am 25. Januar 1925 im Kaisersaal der städtischen Tonhalle.

 

Nach Aufhebung der Besetzung des Rheinlandes zum Jahresende 1927/28 fanden sich die Karnevalisten zusammen, um ihr Fest wieder aufleben zu lassen. Czwoydzinski war es auch, der sich maßgeblich für die Durchführung des ersten Rosenmontagzuges nach dem Krieg einsetzte.

 

Am 20. Februar 1927 fand die Rundfunkübertragung einer „Große-Sitzung“ auf allen deutschen Sendern statt. Dies war die erste Übertragung dieser Art.

 

Im Jahr 1929 führte die „Große“ bereits insgesamt 11 Veranstaltungen durch.

 

Im Juni 1943 wurde die Tonhalle durch einen Bombenangriff zerstört. Im November 1943 gingen das Archiv und der gesamte Kostümfundus durch Brandbomben verloren.

 

Doch schon 1946 fanden die ersten karnevalistischen Veranstaltungen im „Haus der Stände“ in der Flingerstraße und im „Europa-Palast“ statt. In den Jahren 1948, 1949 und 1950 fanden die Veranstaltungen meistens im Cafe Peter in der Graf-Adolf-Straße unter dem Präsidium von Willy Busch und Jupp Schäfers statt. Hier kam auch Walter Thierbach zur Gesellschaft, der am 28.01.1950 erstmals eine Sitzung präsidierte. Er war kurz vorher zum Präsidenten gewählt worden.

 

Die Nachkriegsgeschichte der „Große“ ist mit der Rheinhalle eng verbunden. Der erste Kostümball fand bereits 1949 in der notdürftig hergerichteten Halle statt, die erste Sitzung 1950. Da war Improvisationstalent gefragt. Walter Thierbach verstand es, durch seinen Humor und seine Schlagfertigkeit die Sitzungen bestens im Sinne der „Große“ zu gestalten. Das Publikum war begeistert.

 

1956 wählte die Gesellschaft Hermann Raths zum 1. Vorsitzenden.

Hermann Raths

Hermann Raths, langjähriger Präsident und 1. Vorsitzender

 

Legendär waren die jährlichen Freundschaftsbesuche der Prinzengarde aus Köln unter Thomas Liessen. Entgegen anderslautenden Vorurteilen bestehen zwischen den Karnevalsfreunden in Düsseldorf und Köln keine grundsätzlichen Berührungsängste. Zu Höhepunkten dieser Zeit zählten ebenfalls die Besuche von Jacques Königstein mit dem Aachener Karnevalsverein von 1859.

 

Eine schwere Erkrankung zwang Walter Thierbach 1964 sein Amt als Präsident der „Große“ niederzulegen. Als seinen Nachfolger wählten die Mitglieder Hermann Raths zum neuen Präsidenten.

 

Die folgenden Jahre unter Hermann Raths waren eine große Erfolgsgeschichte für die „Große“. Sie setzte Akzente und Glanzpunkte besonderer Art im Düsseldorfer Karneval und begeisterte ihr Publikum mit geistreichen und humorvollen Programmen. Ihre Bälle waren gesellschaftliche Höhepunkte, wo bekannte Orchester und Bands ein großes Publikum unterhielten.

 

Im Jahr 1975 musste die „Große“ nach 25 Jahren von der Rheinhalle Abschied nehmen und ihre Veranstaltungen in die Stadthalle an der Fischerstraße verlegen. Diese war leider kein vollwertiger Ersatz. Trotzdem gelangen hervorragende Veranstaltungen, z.B. die großen Bälle mit der Erfolgskapelle James Last in den Jahren 1979 u. 1980.

 

Im Oktober des gleichen Jahres „tingelte“ die „Große“ auf Einladung der mit uns seit langen Jahren befreundeten Gesellschaft Rot-Weiß-Johannesburg nach Südafrika. Im „Gepäck“ brachte die „Große“ noch zwei Büttenredner, das Hammer Fanfaren-Corps und die Polizeikapelle Düsseldorf mit. Auf allen Stationen gaben unsere Musiker umjubelte Konzerte. Höhepunkte waren die beiden Sitzungen – gemeinsam mit unseren Gastgebern – in Pretoria und Johannisburg sowie der Empfang beim Staatspräsidenten.

 

Der verdiente „alte“ Präsident der Gesellschaft, Hermann Raths, übergab 1975 die Pritsche an seinen Sohn Hermann Josef Raths. Damit wurde ein Generationenwechsel vollzogen. Die Gesellschaft hatte einen neuen Präsidenten!

 

Das Gastspiel an der Fischerstraße dauerte noch bis 1994, dann musste die „Große“ wieder ihren Standort wechseln und zog in die neue „Stadthalle an der Messe“ ein. Auch am neuen Ort blieb die „Große“ ihrem Anspruch treu, erstklassige Veranstaltungen, Sitzungen wie auch Bälle zu bieten. Leider waren die Verkehrsanbindungen nicht optimal. Im Jahr 2003 verlegte man die Veranstaltungen in den „Rheinlandsaal“ des Hilton Hotels.

 

In der Session 2005 übergab Hermann Josef Raths das Amt des Präsidenten an seinen Sohn Oliver. Es war ihm gelungen, die Veranstaltungen dem sich ändernden Zeitgeschmack anzupassen, ohne dass Schwung und Narretei verloren gingen. Wer erinnert sich nicht noch an seine Zwiegespräche mit Hans Süper und dem „Ei“, dem Colonia Duett aus Köln! Die Mitglieder wählten Hermann Josef Raths im selben Jahr zum Ehrenpräsidenten.

 

Marc Raths

Marc Raths, wird nach seinem Vater und Großvater 2012 der 1. Vorsitzende

Nun ist es Oliver Raths, der in alter Familientradition – aber auch mit neuen Ideen das närrische Zepter erfolgreich schwingt.

 

Seit der Session 2011 gibt es eine gravierende Veränderung im Programm. Der Ball am Karnevalssamstag wurde in den Szeneladen „Ufer 8“ verlegt, . „Jeck om Deck“ – eine neue Idee, die bereits ihre Liebhaber gefunden hat und vor allem auch jüngere Besucher anzieht. Hinzugekommen ist auch eine weitere Veranstaltung am Altweiber-Donnerstag, „Weiber om Deck“ ebenfalls im Ufer 8 am Rheinufer der Düsseldorfer Altstadt.

 

Nicht vergessen werden darf auch, dass bereits fünf Karnevalsprinzen aus den Reihen der „Große“ hervorgegangen sind: Rudi Höhe (1985), Peter Kreutzer (1989), Klaus Dunaiski (1991 und 1992), Christian Feldbinder (1997) und Peter König (2001).

 

Im Jahre 2011 wurden bei der Jahreshauptversammlung die Weichen für die Zukunft gestellt. In Verbindung mit einem „aufgefrischten“ Vorstand wurde der 1. Vorsitzende quasi zweimal gewählt! Hermann Josef Raths bis Mai 2012 und als sein Nachfolger sein Sohn Marc Raths, ab Mai 2012.



Orden + Wagen der vergangenen Sessionen

Sonderorden

Jahr Orden Wagen
2015 2015 2015
2014 2014 2014
2013 2012 2013
2012 2012 2012
2011 2011 2011
2010 2010 2010
2009 2011 2009
2008 2011 2008
2007 2011 2007
2006 2006 2006
2005 2011 2005
2004 2011 2004
2003 2011 2003
2002 2002 2002
2001 2011 2001
2000 2011 2000
1999 2011 1999
1998 1998 1998
1997 2011 1997
1996 2011 1996
1995 2011 1995
1994 2011 1994
1993 1993
1992 2011
1991 2011 1991_small
1990 2011 1990_small
1989 1989
1988 2011
1987 1987
1986 2011
1985 1985
1984 2011
1983 2011
1982 1982
1981 1981
1980 1980 1980_small
1979 1979 1979_small
1978 2011
1977 2011 1977_small
1976 1976
1975 2011
1974 2011
1973 1973
1972 1972
1971 2011
1970 2011
1969 2011
1968 2011
1967 2011 1967_small
1966 1966
1965 1065
1964 1964
1963 1963
1961 2011
1960 2011
1956 2011
1953 1953
1952 1952 1952
1951 1951 1951
1950 1950
1949 1949
1937 1937
1936 1936
1935 1935
1914 1914
1912 2011
1904 1904
1900 1900
1898 1898
1896 1896

Sonderorden der Große

Titel Orden
Gründungsorden 2012
Verdienstorden 2012
Halsorden 2012
Kleiner Stern 1952-kleiner-Stern_orden
11 Jahre Präsident – Hermann Raths 11-Jahre-HermannRaths
Ehrenorden 1950-Ehrenorden


Prinzenpaare

Prinz Peter IV. & Venetia Alena – 2001

    Mit diesem Paar begann eine neue Ära des Prinzenpaar-Auftritts. Der Chef der Hausbrauerei „Füchschen“, Peter König, sang sich mit seiner Venetia Alena in die Herzen der Karnevalisten, weit über die Stadtgrenzen hinaus. Die „Prinzenhymne“ und „Mein Herz schlägt für Düsseldorf“ wurden und blieben Hits und waren der Auftakt für die nachfolgenden Prinzenpaare ähnliches zu tun – neue Wege zu gehen.

Prinz Christian I. & Venetia Heike – 1997

    Unser (Privat-) Banker setzte die Reihe der „Große-Prinzen“ hervorragend fort. Er war der erste Prinz, der auf der Bühne kund tat, wie kostspielig so ein Prinzendasein ist: „janz schön teuer“! und das erste Paar welches eine sechsstellige Summe an Spenden für zwei Hilfsorganisationen zusammenbrachte. Venetia Heike, im übrigen auch einige Jahre Pagin der „Große“, wurde später auch noch zur Miss Düsseldorf gekürt! Übrigens: Das war im legendären „Musikdorf“, mit dem Inhaber Klaus Dunaiski!

 

Prinz Klaus III. & Venetia Marina – 1992

    Ein Urlaub auf Kuba bescherte Venetia Manuela und Lebensgefährten Christian ein freudiges Ereignis; deshalb wurde im Spätsommer eine neue Venetia gesucht und mit Marina, welche im Staatsdienst beschäftigt ist, eine kompetente Nachfolgerin gefunden. Übrigens: Heute ist Marina mit Axel Albrecht verheiratet, dem damaligen Chef-Adjutant ihres Prinzen!

 

Prinz Klaus III. & Venetia Manuela – 1991

    Aus der sehr kurzen Session wurde für den damaligen Direktor der Brauerei Schlösser, bis dato auch der jüngste Prinz, die längste Session aller Zeiten: Nach einem brillanten Start und einer Kürung in der Silvesternacht, musste das Comitee Düsseldorfer Karneval und die Stadt Düsseldorf schon nach nur rund einer Woche die öffentlichen Veranstaltungen – und somit den offiziellen Karneval – absagen

 

Prinz Peter III. & Venetia Petra – 1989

    Großgastronom Peter (Sportrestaurant Kreutzer am Zoo & Unterbacher See) und seine Tochter waren ein besonderes Paar. Der Mix von ‚Jung‘ (Tochter) und ‚Alt‘ (Vater) brachte frischen Wind in den Karneval

 

Prinz Rudi II. & Venetia Renate – 1985

    Der Unternehmer (RHD-Gussbetrieb, Stahlbranche) Rudi erfüllte sich damals einen Traum. An seiner Seite die ehemalige Pagin der ‚Große‘ Renate, die dann insgesamt ein traumhaftes Prinzenjahr erlebten. Wen wun-dert es da noch, dass sie wenig später den Bund der Ehe eingingen.

 

 


Die Protektoren der Große


Dr. Wulff O. Aengevelt

  • Von 1997 bis heute



Senator h.c. Eberhard Igler

  • Von 1976 bis 1997 (†)



Im Jubiläumsjahr 1977/1978 (1890 + 8×11 Jahre) waren an der Seite von Eberhard Igler noch Karl-Heinz Stockheim und Dr. Horst Otto Müller Protektor


Karl-Heinz Stockheim

  • 1977/1978



Dr. Horst Otto Müller

  • 1977/1978 (†)



Was ist der „Protektor der Große“?


Die Präsidenten der Große


Oliver Raths

  • Von 2005 bis heute



Hermann Josef Raths

  • Von 1977 bis 2005



Hermann Raths

  • Von 1964 bis 1977 (†)



Walter Thierbach

  • Von 1950 bis 1964 (†)



Willy Busch

  • Von 1948 bis 1950 (†)



Jupp Schäfers

  • Von 1948 bis 1950 (†)



Eduard Czwoydzinski

  • Von 1922 bis 1948 (†)



Peter Enners

  • Von 1904 bis 1922 (†)



Johann Spiekenheuer

  • Von 1890 bis 1904 (†)



Die 1. Vorsitzende der Große


Marc Raths

  • Von 2012 bis heute



Hermann Josef Raths

  • Von 1996 bis 2012



Kurt Riebschläger

  • Von 1975 bis 1996 (†)



Hermann Raths

  • Von 1956 bis 1975 (†)



Hubert Books

  • Von 1948 bis 1956 (†)



Willi Siemes

  • Von 19XX bis 1947 (†)


 


Verstorbene Mitglieder der Große

Mitglied bis Name und Funktion des Mitglieds
17.04. 2013 (†) Stefan Hartstein, Schatzmeister
13.09. 2012(†) Willi Dahmen, Mitglied
26.12.1999 (†) Arnold Severin, Mitglied
1997 (†) Senator h.c. Eberhard Igler, Protektor
12.02.1991 (†) Willi Brinkmann, Mitglied
1989 (†) Engelbert Brandl, Mitglied
04.12.1988 (†) Hans Weißenbach, Mitglied
27.07.1980 (†) Willy Kleinholz, Mitglied
26.08.1979 (†) Maximilian Metzger, Mitglied
16.05.1979 (†) Karl Domhardt, Mitglied
25.05.1975 (†) Karl Simon, 25 Jahre Zeremonienmeister und Ehrenmitglied
24.03.1977 (†) Direktor Otto Müller, Protektor
25.05.1975 (†) Karl Simon, Ehrenmitglied
27.10.1973 (†) Aloys Bohnen, Mitglied
09.10.1972 (†) Cottas von Heldenberg, Mitglied
02.02.1969 (†) Willi Busch, 2. Vorsitzender
13.10.1962 (†) Willi Krüll, Mitglied
11.10.1961 (†) Heinz Keusen, Mitglied
29.12.1958 (†) Josef Schöning, Schatzmeister
06.11.1956 (†) Dr. August Strick, Mitglied

 

 

Das Archiv der Große wurde im Jahr 1943 größtenteils durch einen Brand vernichtet. Aus diesem Grund werden hier nur Mitglieder ab diesem Zeitpunkt aufgeführt.